Austausch zu digitaler Verwaltung in der Kleinregion

Digi Kompass Kleinregion Herz des Waldviertels

Die Gemeinden Allentsteig, Echsenbach, Göpfritz an der Wild, Pölla und Schwarzenau haben mit dem „Digi-Kompass“ der Dorf- & Stadterneuerung ihren aktuellen Digitalisierungsstand erhoben. Die Ergebnisse wurden bei einem gemeinsamen Austausch am 5. Mai 2026 im Gemeindezentrum Schwarzenau diskutiert und die nächsten Schritte abgestimmt.

Die Digitalisierung macht auch vor den Gemeindestuben keinen Halt. Die Gemeinden der Kleinregion Herz des Wald4tels möchten bewusst auf die Vorteile von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) setzen, um ihre Ressourcen effizient einzusetzen und ein noch besseres Service für ihre Bürgerinnen und Bürger bieten zu können. „Ziel ist es, Digitalisierung dort einzusetzen, wo sie tatsächlich einen Mehrwert bringt, etwa bei Verwaltungsprozessen, interner Zusammenarbeit oder neuen digitalen Services“, so der zertifizierte KI-Trainer der Dorf- & Stadterneuerung, Christian Haider, der den Workshop leitete und ergänzt: „Digitalisierung soll für die Gemeinden keine Hürde, sondern Hilfe sein.“ 

Zuerst Onlinebefragung, dann persönliche Beratung

Beim „Digi-Kompass“ erfassen die Gemeinden in einem ersten Schritt ihren Status quo über eine Online-Befragung in sechs Bereichen: digitale Kommunikation, digitale Verwaltungsservices, Verwaltungsorganisation und Aktenführung, interne Zusammenarbeit, technische Infrastruktur und IT-Sicherheit sowie digitale Strategie und digitale Kompetenzen. Anschließend analysieren die Experten der Universität für Weiterbildung Krems und der Dorf- und Stadterneuerung die Ergebnisse und besprechen individuell die möglichen weiteren Digitalisierungsschritte. Diese Nachbesprechung wurde in der Kleinregion Herz des Wald4tels bewusst gemeinsam für alle Regionsgemeinden organisiert. Der laufende Erfahrungsaustausch in Politik wie auch Verwaltung wird hier seit Jahren gelebt und als sehr wertvoll angesehen.

Fazit der gemeinsamen Besprechung

Einig waren sich alle Gemeinden, dass in der schrittwiesen Umstellung auf den „Elektronischen Akt“ in den Bereichen Buchhaltung, Bauamt, Archiv, usw. großes Potential besteht. Über entsprechende Angebote dafür und zu weiteren digitalen Lösungen werden sich die Regionsgemeinden im Laufe des Jahres mit Unterstützung der Dorf- & Stadterneuerung gemeinsam informieren.

Die Gemeinden der Kleinregion sind in den Bereichen digitale Kommunikation und Verwaltungsservices großteils schon sehr gut aufgestellt. Manche Angebote sind den Bürgerinnen und Bürgern allerdings oft noch nicht ausreichend bekannt, wie z.B. Online-Formulare für Ansuchen und die Gem2Go-App, die über alles Wichtige in der Gemeinde informiert. Hier würden sich die Verwaltungsmitarbeitenden eine stärkere Nutzung wünschen, Informationen dazu sind auf den Gemeindewebseiten zu finden.

Der Austausch zum Thema Digitalisierung mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Regionsgemeinden und Experten wurde als sehr wertvoll geschätzt: V.l.n.r.: Werner Schuh (Allentsteig), Regionalberaterin Manuela Hirzberger (Dorf- & Stadterneuerung), Andreas Nachbargauer (Allentsteig), Eva Bauer und Karl Klang (Schwarzenau), Elisabeth Hollerer (Pölla), Sonja Höchtl (Echsenbach), Karin Fraißl (Göpfritz an der Wild) und Christian Haider (Dorf- & Stadterneuerung) © Marktgemeinde Schwarzenau

07.05.2026